Ich mag mir das gar nicht vorstellen

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Korba007

Senior Member
Polski-Polska
Hallo,

ich würde gerne wissen ob in den Beispielen unten 'mögen'' einen Willen etw nicht zu tun/eine Abneigung ausdrückt oder eine Unfähigkeit etw zu tun.

,, Sie würde sich so fürchterlich einsam fühlen, diese Wäsche, dass ich mir das gar nicht vorstellen mag''
,,Ich mag mir nicht vorstellen, was wäre, wenn es das Syndikat nicht mehr gibt''
.. Wie ich einmal ohne Dich leben soll, mag ich mir nicht vorstellen'' - ist ein Teil eines Buches.
Quellen:
Ich mag mir das gar nicht vorstellen – Andreas Klaene
 
  • Korba007

    Senior Member
    Polski-Polska
    Kann man es ohne Verneigung benutzten.
    Z.B. in Faust kann man es sehen, oder?

    ,,

    Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,
    Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt,
    Und mit gewaltig wiederholten Wehen
    Sich durch die enge Gnadenpforte zwängt;
    Bei hellem Tage, schon vor vieren,

    Mit Stößen sich bis an die Kasse ficht
    Und, wie in Hungersnot um Brot an Bäckertüren,
    Um ein Billet sich fast die Hälse bricht.
    Dies Wunder wirkt auf so verschiedne Leute
    Der Dichter nur; mein Freund, o tu es heute!

    ''
     

    Schlabberlatz

    Senior Member
    German - Germany
    In Fragen kommt die Form öfters vor, in Aussagesätzen passt sie meistens nicht gut, siehe hier: mögen

    Edit:
    In Aussagesätzen passt diese Form meistens nicht gut: „diese Form“ = ›mögen‹ in dieser speziellen Bedeutung. Wenn ›mögen‹ mit einer anderen Bedeutung verwendet wird, kann man damit problemlos nicht-verneinte Sätze bilden.
     
    Last edited:

    Hutschi

    Senior Member
    Das mag ja sein, aber ...
    Da mag kommen was will, er ändert seine Meinung nicht.
    Hier kann man es durch "kann" ersetzen. (Siehe auch Kajjo #4)

    "Mögen" kann je nach Kontext "können" (objektiv) oder "möchten" bzw. "wollen" (subjektiv) bedeuten.

    "Möchten" stammt von "mögen" ab, hat aber eine gewisse Eigenständigkeit erreicht.


    »Ich mag mir nicht vorstellen, was wäre, wenn es das Syndikat nicht mehr gibt« = »Ich will und möchte mir nicht vorstellen, was wäre, wenn es das Syndikat nicht mehr gibt«

    Hier sind sowohl "möchten" als auch "wollen" enthalten.

    "Ich mag mir gar nicht vorstellen" erscheint mir als eine feste Wendung.
    Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,
    Das ist literarische Sprache. Ich denke, heute ist "mag" ohne Negierung in diesem Kontext außerhalb der Literatur hochgestochen und ich denke, veraltet, außer in wenigen Wendungen. "Mag" ist hier eine Art Hilfsverb bzw. Modalverb.

    Er mag lesen, aber das ist hier nicht relevant. - Einräumung. = Er könnte (gerade) lesen ...

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    ,, Sie würde sich so fürchterlich einsam fühlen, diese Wäsche, dass ich mir das gar nicht vorstellen mag''
    ,,Ich mag mir nicht vorstellen, was wäre, wenn es das Syndikat nicht mehr gibt''
    .. Wie ich einmal ohne Dich leben soll, mag ich mir nicht vorstellen'' - ist ein Teil eines Buches.
    Hier stellt es die subjektive Seite dar. "Mag" wird wie ein Hilfsverb verwendet Der Unwillen (#2) wird durch "nicht" hergestellt. "Mag" bedeutet hier "möchte+will". Den Hauptanteil hat nach meinem Gefühl "möchte". Mag+nicht-> Abneigung/Unwillen

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    Im Sinne von "gern haben" wird "mögen" oft verwendet:

    Ich mag Eisbein mit Sauerkraut.
    Ich mag Erdbeertorte mit Schlagsahne.

    Ich mag mein Brüderchen sehr.


    Ich mag (das) Lesen. = Ich lese gern.

    Hier ist "mag" ein Vollverb.
    Das ist nicht veraltet.
     
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